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Auf ein Wort!

„Bastian, warum wolltest du Clown werden?“ Das ist wohl die mir am häufigsten gestellte Frage. Und sie ist gar nicht so leicht zu beantworten.

Die Art wie Clowns die Welt sehen, war es die mich so bewegte. Diese Poesie, die entsteht wenn ein Mensch, mit der Wahrnehmung die man im Allgemeinen Kindern zuschreibt, durch die Welt geht. Nicht einfach nur naiv. Unvoreingenommen. Offen für Neues. Mit dem Mut sich ohne misstrauisches Hinterfragen auf eine Verbindung einzulassen.

Da steht ein Mensch vor mir, bereit mir alles von sich zu geben, nur geschützt durch eine dünne Schicht Schminke und einer rote Nase im Gesicht. Die Vorstellung, das der Clown in dem Moment in dem er die Bühne betritt pure Emotion ist, pure Emotion vermittelt, der rührt mich immer wieder. 
Ein Clown, so verletzlich wie wunderbar. Ein wahrhaftig gewordener Traum, wie Fliegen auf der Bühne. Wie die Freiheit allen Lebens geballt in einer Figur die ihr Innerstes nach Außen kehrt.

Ich denke die Sprache der Clowns sind die Gefühle. Also muss man sich auf dem Weg zum Clown mit seinen Gefühlen, mit seinen innersten und vielleicht geheimsten Emotionen auseinandersetzen. Sich ganz und gar zu finden, weiterzuentwickeln und uneingeschränkt Zugang zu seinen Gefühlen zu haben, um mit ihnen kommunizieren zu können. Das ist mein Ziel.

Ich glaube der Clown ist eine Art Türöffner für sein Publikum. Er nimmt die Menschen an die Hand und geleitet sie an die Schwelle zu ihren Gefühlen.

Wie wunderbar war die Erkenntnis, dass mir das „Clown sein“ eine ganz neue Art der Kommunikation eröffnete. Viel echter und direkter als Alles, was ich bis dahin kennengelernt habe. Dinge die ich vorher versuchte aufzuschreiben oder mit dem Saxophon auszudrücken, konnte ich nun für alle sichtbar werden lassen. Etwas, das vorher nur in meiner Fantasie existierte, konnte ich nun, nur mit Hilfe meines Atems und einer bewussten Bewegung vor den Augen Aller entstehen lassen.

Der ganze Körper wird zum Medium. Jede Bewegung trägt eine Botschaft und jeder Augenblick spricht Bände.

Ich will mit meinen Augen sprechen lernen, mich selbst Tag für Tag neu entdecken und den Menschen zeigen wo ihr Herz schlägt.

In diesem Sinne, bis bald!

Ihr Bastian Weiler

 

 

 

 

 

 


 

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